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an der sonst so lebendigen Heinz-Brandt-Schule herrscht Stille. In Trauer halten Schülerinnen und Schüler, Lehrer*innen und Eltern morgen um 09:00 Uhr inne. Eine Minute Schweigen – in Gedenken an die 100-jährigen Riesen, die heute fallen mussten. Ein ganzes Jahrhundert spendeten sie Schatten, schützten die Schülerinnen und Schüler vor Hitze, sorgten ganz nebenbei und selbstverständlich für saubere Luft, beherbergten Artenvielfalt und schufen ein Lernklima im Grünen.
„Wir sind geschockt“, sagt Elternvertreter David Kißling. Jahrelang hatte sich die Schulgemeinschaft gemeinsam mit den Naturfreunden Berlin und der Deutschen Umwelthilfe für den Erhalt der Bäume eingesetzt. Doch nachdem das Verwaltungsgericht am 11. Februar das Eilverfahren für den Erhalt der Bäume abgewiesen hatte, vergeudete die Stadt keine Zeit, um Fakten zu schaffen und die acht alten Bäume zu fällen. Die Schule wurde vorab nicht einmal informiert und die Schüler*innen mussten zuschauen, als die Bäume fielen.
Gemeinsam mit Ihnen und über 20.000 Unterstützer*innen haben wir gekämpft. Dieses Mal konnten wir die Fällung nicht verhindern – trotz valider Alternativen und umstrittener Planung. Doch eines ist klar: Das Problem endet nicht mit diesen Bäumen.
Was hier geschehen ist, ist kein Einzelfall. In vielen Städten werden alte Bäume der schnellen Beton-Politik geopfert – selbst dort, wo sie Kinder vor Hitze schützen, Lebensräume sichern und das Schulumfeld lebenswert machen. Gerade in Zeiten immer häufigerer Hitzewellen ist das ökologisch, sozial und bildungspolitisch unverantwortlich.
Dieser Verlust ist schmerzhaft. Aber er zeigt auch, wie dringend wir verbindliche Regeln brauchen, die Stadtgrün wirklich schützen – nicht nur auf dem Papier. Wir werden weiter rechtlich und politisch dafür kämpfen, dass Bäume künftig nicht mehr kurzfristig gefällt werden können, ohne Alternativen ernsthaft zu prüfen. Stadtgrün darf kein Luxus sein. Es ist Daseinsvorsorge, Hitzeschutz, Lebensqualität. Wer Städte plant, muss Grün erhalten – als festen Maßstab und unverrückbare Grundlage jeder Stadtplanung.
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Gemeinsam sorgen wir dafür, dass aus diesem Verlust Veränderung entsteht. |